Spielend programmieren lernen

Programmierkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

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de:blog:2015:1021_kursleben

Title: Erfeuliches aus dem Kursleben und Bericht vom Turtlestitch Workshop Date: 2015-10-21 11:45 Modified: 2015-10-21 12:30 Tags: kursleben, report Googleadsense: True Slug: 20151021_kursleben Authors: Horst JENS Summary: Erfreuliches aus dem spielend-programmieren Kursleben: Makey Makey, pygame, Bericht vom Turtlestitch workshop

Kurzlink: http://goo.gl/5CuA4P Hashtag: #spielendprogrammieren

Dass die spielend-programmieren Kurse schon im September so gut wie noch nie besucht sind freut mich persönlich, doch es gibt weitere Erfreulichkeiten zu berichten:

Schulbesuch

Jahrelange Erfahrung hat mich gelehrt vor Workshops in Schulen vorab den EDV-Saal zu inspizieren um beim Workshop selbst keine bösen Überraschungen zu erleben. Eins solcher “ich-schaue-nur-den-EDV-Saal-an”-Besuch im evangelischen Gymnasium Wien Simmering überraschte mich sehr positiv: Nicht nur war der EDV-Saal gut ausgestattet, es war auch auf jedem Gerät Ubuntu (und Windows) installiert, und die Schüler hatten für Ubuntu das Root-Passwort! Spontan verlängerte ich den Inspektionsbesuch zu einem Mini-Workshop über Scratch und erstellte mit den SchülerInnen der 5b ein Variante des Zombie-Games welches sich schon bei meinen Sommerkursen bewährt hatte.

Mehr zum Thema gibt es im Biertaucherpodcast 226 zu hören (auf englisch).

Makey Makey

Eine der vielen erfreulichen Nachwirkungen der Scratch-Konferenz in Amsterdam ist die dass mir Scratch-Buchautor Derek Breen ein Makey-Makey-Set schenkte. Noch dazu eines vom Makey-Makey Erfinder Eric Rosenbaum persönlich! Ich wusste zwar von Videos so ungefähr was Makey-Makey ist:

Doch konnte erst diese Woche erstmals ein Makey-Makey im Kurs einsetzen. Was ist Makey-Makey? In einer kleinen Pappschachtel stecken ein Haufen bunter Kabel, ein kleines Elektronik-Board mit Löchern und keinerlei Anleitung. Das Board klemmt man per mitgeliefertem USB-Kabel an einen Computer, die Kabel mit Krokodilklemmen zwickt man an diverse Gegenstände und an die beschrifteten Löcher im Board. Nachdem man auch die Erde (ground) verbunden hat fungieren die verkabelten Gegenstände als Keyboard-Tasten (Pfeiltasten, Leertaste) bzw. als Maustaste (Linksklick).

Kombiniert mit existierenden Computerspielen oder Programmierumgebungen wie z.B. Scratch kann man damit allerlei Unsinnigkeiten basteln, z.B. Musikinstrumente aus Bananen oder Joystick-Trampoline aus Pappkarton. Im Kurs hatte ich mit einem 9-jährigem Schüler Spaß damit seine Nase (bei Berührung) zum Ton-erzeugen (per Scratch) zu verwenden.

pygame, Raspberry Pi, XAMPP

Ebenfalls sehr erfeulich: Kursteilnehmer Alex werkelt nach langer Sommerpause wieder weiter an seinem pygame Projekt castle-defense auf Github, Paolo kämpfte sich erfolgreich durch die offizielle Installationsaleitung um Ubuntu Mate auf seinem RaspberryPi2 zu installieren und Merlin lernte beim Importieren von “echten” Excel-Tabellen seiner Schule in eine Xampp/mysql Datenbank die Freuden der Datenpflege mittels Wenn und Sverweis-Formeln kennen.

Außerdem konnte ich mehrere meiner Kursteilnehmer dazu bringen, sich mit RenPy zu beschäftigen und hoffe auf herzeigbare Ergebnisse in diesem oder nächstem Semester.

Bericht: Turtlestitch Workshop

Am 11. Oktober fand im Rahmend der EU-CodeWeek ein Turtlestitch Workshop statt, bei dem ich als Firma spielend-programmieren assistierte. Nach einigen Präsentationen (u.a. Robo-Wunderkind und Derek Breen's Buch Scratch for Kids for Dummies) gab es einen Scratch-Workshop (besser gesagt: eine Show) von Derek bei der ich anfangs von Englisch ins Deutsche übersetzte und danach hauptsächlich dabei half, abgestürzte Computer wieder ins WLAN-Netzwerk zu bringen.

2015-10-11 turtlestitch workshop Vienna

Die Räumlichkeiten (netterweise zur Verfügung gestellt von der Akademie der bildenden Künste Wiens) waren zwar mit WLAN ausgestattet, der Gast-Zugang kam mit der großen Anzahl TeilnehmerInnen leider nicht ganz zurecht. Trotz gelegentlicher Computerabstürze hatten die Kinder (und mithelfenden Eltern) erkennbar ihre Freude beim Programmieren lernen mit Scratch und beim Verbessern von Dereks amerikanischer Betonung deutscher Wörter. Sehr bewundernswert: Obwohl Derek kein Deutsch sprach (und erkennbar heiser war) präsentierte er seinen ganzen Scratch Workshop mit deutscher Beschriftung der Programmierblöcke. Wer schon einmal versucht hat bei Scratch die Sprache auf z.B. Chinesisch umzustellen und danach weiterzuprogrammieren (geschweige denn einen Workshop zu halten) kann abschätzen wie sich Derek fühlen musste.

Gleichzeitig zeigte Workshop-Organisatorin Andrea Mayr ihre programmierbaren Stickmaschinen mit der dazugehörigen Software Turtlestitch her was vor allem bei den erwachsenen Besuchern sehr viel Anklang fand. Turtlestitch selbst ist ein Fork von Snap, welches wiederum sehr an Scratch orientiert ist und ebenfalls das Programmieren mittels visueller Blöcke erlaubt. Dankenswerterweise kommt Snap ohne Flash-Player aus.

2015-10-11 turtlestitch workshop Vienna

Interessierte konnten sich zusätzlich mit programmierbaren Robotern beschäftigen, welche von Franz Schäfer präsentiert wurden.

2015-10-11 turtlestitch workshop Vienna

Insgesamt war es ein sehr netter, unaufgeregter Workshop der hoffentlich einigen jungen und alten Teilnehmerinnen das Programmieren schmackhaft gemacht hat.

Fotoalbum (hineinklicken zum Blättern):

turtlestitch workshop

Danke an Sven Guckes für die Rechtschreibhilfe

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