Spielend programmieren lernen

Programmierkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

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de:blog:2015:0420_bristlebots

Title: Erfreuliches aus dem Kursleben: Bristlebots, Godot, Pygame, Java Date: 2015-04-20 22:15 Modified: 2015-04-20 22:15 Googleadsense: True Tags: kursleben, teaching, code Slug: 20150420_bristlebots Authors: Horst JENS Summary: Bristlebot-Video und Erfreuliches aus dem Kursleben

Erfreuliches aud dem Kursleben

Kurzlink: http://goo.gl/GV4lWg

Bristlebots

Die von mir am Global IoT Day gekauften Bristlebots kamen bei zwei meiner Kursteilnehmer gut an:

Bristlebots

Bristlebots und Rennstrecke gibts bei WunderWuzzi

Paolo und Silas drehten kurzerhand für Hersteller Wunderwuzzi ihr erstes Youtube-Video; Paolo übernahm auch gleich Schnitt und Vertonung mit Hilfe des Youtube-Video-Editors:

Godot Game Engine

Während Silas einen großen Zeppelin in Blender erstellte (um ihn anschließend mit Hilfe der Blender Game Engine in eine physikalisch korrekt zerbröselnde Klötzchenmauer fliegen zu lassen) konnte Kursteilnehmer Ferris erste positive Erfahrungen mit der frei lizensierten open-source Godot Game Engine sammeln, welche seit Dezember 2014 in der stabilen Version 1.0 zur Verfügung steht.

Godot Game Engine

Godot Bei-Spiele. Bildrechte: Godot Game Engine

Bei meinen Kursen setze ich auf die Programmiersprachen Lern-Reihenfolge Scratch , Python und Pygame welche dazu ausreicht kleinere 2D Spiele in einer überschaubaren Zeit zu erstellen. Danach erfolgt je nach Interesse der Kursteilnehmer eine Vertiefung in Python-Bibliotheken oder Programme mit integrierter Python-Skripting Version wie z.B. Kivy für App-Programmierung oder Blender für 3D-Programmierung.

Die Godot-Game Engine ist sowohl für 2D als auch für 3D Spiele geeignet und wirbt mit einer “Python-ähnlichen” internen Skriptsprache. Obwohl mich die Befehle und Struktur etwas an Java erinnerten war die Python-Ähnlichkeit der Skriptsprache groß genug so das Kursteilnehmer Ferris sofort ohne Anleitung damit beginnen konnte, die mitgelieferten Beispiel-Skripte und Demos zu verändern.

Ob und wie gut sich die Godot-Game-Engine in meinen sehr python-fokusierten Unterricht einpasst kann wahrscheinlich erst in ein paar Monaten genauer beurteilen, bis jetzt bin ich aber optimistisch: Ausreichend python-ähnliche Skriptsprache um den Lernaufwand gering zu halten, Editor mit Objektbaum ähnlich wie bei Blender, Import von Blender-3D-Objekten, annehmbare Performance auch auf ältern Computern, läuft plattformunabhängig auf MacOX, Windows und Linux) und vor allem: Es ist freie Software und ohne Schwierigkeiten (unter Linux) installierbar.

Godot Game Engine

Godot Editor. Bildrechte: Godot Game Engine

Java

Die Programmiersprache Java unterrichtete ich bis jetzt exclusiv für Erwachsene. Auf Wunsch von Kursteilnehmer Sebi -dessen Pygame-Spiel Space Taxi seiner Meinung nach fertig programmiert ist- unterrichtete ich erstmals Java für ein junges Publikum.

Dass Java um einiges komplizierter zu erlernen (und unterrichten) ist als Python haben schon gescheitere Leute als ich beschrieben: [1] [2] [3]. Ich hielt mich an das respekteinflößend umfangreiche, aber dankenswerterweise kostenlos lesbare Buch Java ist auch eine Insel. Zum Glück konnte ich bei meinen Kursteilnehmern (Alex war gerade mit seinem pygame-Spiel Castle-Defense beschäftigt, hörte aber mit einem Ohr zu) auf vorhandenes Python-Wissen aufbauen und kleine Anfängerbeispiele sowohl in Python als auch in Java vergleichend programmieren. Was Alex zu der Bemerkung veranlasste: Bin ich froh dass ich Python lerne.

Wie sich mein “Java für Kinder” Projekt weiterentwicket kann ich erst in ein paar Monaten beurteilen. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen Python durch Java ersetzten zu wollen, da meine Kurse bei vergleichbarer Leistung (selbst erstelltes Computerspiel) wesentlich länger dauern würden und dadurch teurer würden. Eine Möglichkeit wäre, Java-Nachhilfekurse anzubieten, allerdings habe ich mit (Java)Nachhilfeunterricht (z.B. für HTL's, wo Java oft als erste Programmiersprache unterrichet wird) bis jetzt schlechte Erfahrungen gemacht - mein gesamtes Geschäftsmodell lebt davon dass die Kinder und Jugendlichen gerne, freiwillig und kontinuierlich da sind, was bei Nachhilfe per Definition nicht der Fall ist. Meine Firma heißt absichtlich spielend-programmieren und nicht programmieren-müssen.

Was ich mir vorstellen kann ist -abgesehen von z.B. Android-App-Programmierung- Java als weiterführende Zweit-Programmiersprache anzubieten (man kann nie genug Programmiersrachen können) da es sinnvoll sein kann, ein und das selbe Konzept (z.B. Objekt-orientierte Programmierung) in verschiedenen Programmiersprachen zu veranschaulichen um die Trennung der Idee von der sprach-spezifischen Syntax besser hervorzuheben.

Außerdem freue ich mich darauf einen Vorwand zu haben mich wieder einmal intensiver mit Robocode zu beschäftigen.

/var/www/horst/spielend-programmieren.at/data/pages/de/blog/2015/0420_bristlebots.txt · Last modified: 2017/10/12 09:40 (external edit)