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de:blog:2015:0418_gide2015

Title: Bericht über den Global Internet of Things Day Event 2015 in Wien Date: 2015-04-17 11:30 Tags: event, report Googleadsense: True Slug: 20150418_gide2015 Summary: Der erste Internet of Things Day Event Vienna 2015 war ein voller Erfolg mit über 500 BesucherInnen und zahlreichen interessanten Vorträgen und Open Hardware / Open Source Projekten.

Der Global Internet of Things Day Event Vienna 2015

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Am 9. April 2015 veranstaltet der österreichische Forschungsverein OSDomotics / IoT Austria zusammen mit mehreren Sponsoren und helfenden Firmen eine Konferenz zum Thema Internet of Things, den ersten Global Internet of Things Day Event Vienna im Wiener FH-Technikum university. Die Konferenz war Teil der weltweit an diesem Tag stattfindenden Global Internet of Things Events (#GIDE2105).

Über 500 BesucherInnen, drei parallele Vorträgsräume mit Talks und rund ein Dutzend Ausstellertische (sowohl Firmen als auch Studentenprojekte) sorgten für einen lebendigen Konferenztag wo sich Open-Source Aktivisten, Bastler, Studenten und Firmenvertreter bunt vermischten. Gemeinsames Thema war das Internet der Dinge, ein Fachbegriff für die gerade in Gang befindliche Vernetzung von “allem mit allem”.


gide 2015 crowd

Gide2015 Vienna: Crowd in the morning at conference start

Teilnehmer und Mitarbeit

Die Konferenz wurde ermöglicht duch tatkräftige Unterstützung mehrerer Sponsoren, vieler freiwillge Helfer und durch das Bereitstellen zweier Mitarbeiter seitens der Firma Lunifera: Klemens Edler and Sabrina Hopf verbrachten die letzen Monate fast ausschließlich mit dem Organisieren der Konferenz.

Möglich gemacht wurde die Veranstaltung (freier Eintritt für alle Besucher) dadurch das alle Speaker ihre eigenen Reise- und Hotelkosten selbst zahlen mussten.


Global Internet of Things Day Vienna

Organisatoren Hopf (Mitte) und Edler (rechts, stehend) beim Empfang

Meine persönliche Leistung bestand darin am Donnerstag um 8:00 Früh beim Aufbau zu helfen, überpünktlichen Besuchern (offizieller Start war 9:30) zu versichern dass hier tatsächlich die Konferenz stattfinden wird nervösen Austellern glaubhaft zu machen dass sich OSDomotics-Obmann Harald Pichler tatsächlich im Gebäude befindet und bald Zeit für ihre Probleme hat.

Später am Morgen verbrachte ich Zeit damit, gemeinsam mit Dr. Ralf Schlatterbeck und Markus Priesch bunte Sponsoren-Werbefolder sowie das frisch ausgedruckte Vortragsprogramm in braune Papiersackerln einzutüten, welche an die BesucherInnen verteilt wurden.

Vorträge und die Wichtigkeit von Pausen

Danach war in einem Vortragsraum eingeteilt als “session chair”: Der “Session Chair” ist verantwortlich für die reibungslose Abfolge der Vorträge, begrüßt die Vortragenden, eröffnet den Vortrag, zeigt an wann die Redezeit zu Ende geht und startet die anschließende Diskussion. Die Arbeit ist überraschend einfach, der einzige Nachteil ist dass man sich nicht frei von Vortragsraum zu Vortragsraum bewegen kann.

Von anderen Konferenzen wie z.B. Linuxtagen oder der Europyhton bin ich ein recht dicht gepacktes Vortragsprogramm gewohnt: Lange Vorträge, kurze Diskussion, keine Pausen dazwischen.

Beim Internet of things day Vienna wurde ein anderes Konzept verfolgt: Jeder Talk war genau 20 Minuten lang, danach folgten 10 Minuten Zeit für Diskussion und 10 Minuten Pause. Mir war dieses Konzept unbekannt und auf den ersten Blick ist es eine Verschwendung von Raum-Resourchen, in welche man ohne die Pausen noch ein paar Vorträge mehr hineinpacken könnte. Doch es überwogen meiner Beobachtung nach die postiven Effekte:

  • Die “kurze” Redezeit von nur 20 Minuten sorgt dafür dass die Vortragenden sich kurz fassen, vergleichbar dem 18-Minuten Limit bei TED Talks
  • Die “lange” Diskussionszeit von 10 Minuten sorgt dafür dass zumindest die Meisten Fragesteller aus dem Publikum Gelegenheit haben eine Frage zu stellen und nicht wegen Zeitmangel übergangen werden müssen
  • Die “erzwungene” 10-Minuten Pause gibt dem Publikum reichlich Gelegenheit sich mit dem Vortragenden zu unterhalten (Nicht alles was man zu sagen hat will man vor Publikum machen, z.B. Visitenkarten austauschen etc.). Ich habe nach jedem Vortrag gesehen wie Vortragende gleich beim Verlassen des Hörsaals von kleinen Gruppen von Besuchern in sehr angeregte Gespräche hineingezogen wurden.
  • Die 10-Minuten Pause trägt sehr positiv zur Luftqualität in den Vortragsräumen bei und sorgt dafür dass die meisten BesucherInnen den Saal zwischen zwei Vorträgen freiweillig verlassen anstatt sich auf einem Sitzplatz mit Jause und Laptop “einzubunkern”.

Videos und Slides

Mittlwerweile gibt es von fast allen Vorträgen sowohl Folien als auch Videoaufzeichnungen im Netz zu sehen, für die Vorträge gibt es eine eigene Youtube Playlist. Leider gab es bei einigen wenigen Vorträgen Probleme mit der Soundaufzeichnung.

Interviews

Wie ich von zahlreichen anderen Tech-Konferenzen gelernt habe finde ich die Vorträge (die man notfalls später im Internet nachschauen kann) weniger spannend als das was “dazwischen” passiert: Bekannte treffen, Infostände besuchen, neue Leute kennenlernen, interessante Projekte bewundern oder aushecken. Ich nutze die Zeit um mir eine Videokamer auszuborgen und ein paar Interviews mit Austellern und Besuchern zu machen. Die vollständige [Youtube Playlist](isitors](https://www.youtube.com/playlist?list=PLM8gsPKWb6HEhEB7XvLBYfnU3RifBnpHL) zeigt alle Interviews, hier einzeln mit Anmerkungen:

Besucher und Speaker

Konferenzsprache war bei den meisten Vorträgen englisch, und meinem Eindruck nach kamen viele Besucher, vor allem Firmenvertreter, aus Osteuropa:

Firmen, Aussteller und Sponsoren

Die Mischung aus Studentenprojekten und austellenden Firmen hat in der Eingangshalle der Konferenz hat mir gut gefallen. Dank der zeitversetzten Mittagspausen bei den 3 Vortragsräumen und dank der Pausen zwischen den Vorträgen waren die Austellerstände immer gut besucht.

tracetek logo

Besonders gefreut hat mich dass Firma Raytech mit ihren Leckage-Dedektoren auf Open-Source Lösung (Node-Bus) setzt: Das Know-How der Firma liegt in der Ausführung, nicht in einer geheim gehaltenen proprietären Technik.

Global Internet of Things Day Vienna

t-mobile logo

T-Mobile Österreich hatte den prominentesten Messestand in der Mitte der Eingangshalle, die Konferenz wuselte praktisch um den Messestand herum. Die beiden freundlichen Herren informierten über einen IoT Wettbewerb, bei dem es Preise im Wert von 30.000,-€ zu gewinnen gibt:


Global Internet of Things Day Vienna

Optigo http://www.optigo.net

Leider nicht selbst interviewt habe ich den Messestand von Optigo, einer Firma die sich mit den in den USA schon populären, in Europa aber noch nicht sehr verbreiteten PON - Passive Optical Networks Technologie beschäftigt. Mein Kollege Klaus M. hat viel Zeit an diesem Messestand verbracht und im Biertaucherpodcast 201 darüber erzählt.


Global Internet of Things Day Vienna

Semaf Electronics

logo semaf electronics

Da ich als Einzelunternehmer ein Herz für kleine Firmen habe freute ich mich sehr über den ständigen Besucherandrang beim Stand des Hardwarehändlers meines Vertrauens, Semaf Electronics, dem einzigen Elektronikgeschäft in Wien bei dem meine "freie Spiele" - Spielend-programmieren Faltfolder im Geschäftslokal aufliegen.


Global Internet of Things Day Vienna

Wunderwuzzi

logo wunderwuzzi

Ebenfalls sehr angetan hatte es mir der Tisch gleich daneben der (sehr kleinen) Firma Wunderwuzzi: DI Erkin Bayirli vertreibt am Wochenende fertig zusammensteckbare Zahnbürstenroboter (Bristlebots), neben seinem Hauptberuf. Bei 15,- € für eine Doppelzündolzschachtel mit 2 Bristelbot-Kits und Anleitung und handgefertigter Rennstrecke musste ich meinem Kaufimpuls nachgeben, vor allem da ich im RIS-Journal 001 schon einen Artikel über Bristlebots publiziert hatte.

Studentenprojekte

Sehr imponiert haben mir auch die Tische mit ambitionierten Studentenprojekten vom IoT Junior Cup Wettbewerb:

3D Eco Printer


Global Internet of Things Day Vienna

3D Eco Printer

Für ihren 3D-Eco Printer sammeln die Bastler von Troxobot gebrauchte Computer(teile) aller Art.

Low power weather capturing

Smart classroom

I charge U


Global Internet of Things Day Vienna

Studentenprojekt Elektrotankstellenkassasoftware

Organisatoren

Am Ende des Tages waren sämtliche Organisatoren und Helfer erschöpft, aber sichtbar stolz auf die vielen Besucher und die gute Stimmung:

Klemens Edler von Lunifera:

Harald Pichler:

Markus Priesch:

Stefan Hupe, sichtbar stolz:

2016

Ich freue mich schon auf den nächsten Global Internet of Things Event in Wien, wahrscheinlich 2016. Bis dahin gilt:

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