Spielend programmieren lernen

Programmierkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

User Tools

Site Tools


de:blog:2015:0206_fosdem2015

Title: Bericht: FOSDEM Open Source Konferenz in Brüssel Date: 2015-02-07 10:40 Modified: 2015-02-10 09:30 Googleadsense: True Tags: event, politik, report Slug: 201500206_fosdem2015 Authors: Horst JENS Summary: Bericht von der Fosdem 2015 Konferenz in Brüssel mit Video-Interviews.

Bericht: Fosdem 2015

Die jährlich in der Unviersité libre de Bruxelles (Brüssel/Belgien) stattfindende FOSDEM Konferenz Konferenz versteht sich als das größte, frei zugängliche Konferenz zu free/libre/open-source Themen in Europa.

Die Fosdem-Konferenz verteilt sich auf zwei große und zahlreiche kleine Hörsääle mit zahlreichen Vorträgen zu unterschiedlichsten Themen, z.B. bestimmte Programmiersprachen oder Internet of things. Daneben gibt es Bereiche mit Austellertischen (Community-Projekte) sowie ein ausführliches Rahmenprogramm mit gemeinsamen Abendessen und Partys am Abend.

Die Universtität selbst besteht aus verschienden Gebäuden, einen guten Teil der zwei FOSDEM-Tage verbringt man mit herumwandern zwischen den verschiedenen Gebäuden und Hörsäälen.

Lageplan

Lageplan der Fosdem Konferenz. Bildrechte: Fosdem.org

Die einzelnen Gebäude sind unterschiedlich gut ausgestattet: Sanitäre Anlagen (WC) sowie funktionierendes WLan gibt es fast überall, Trinkwasser bzw. Getränkeautomaten sind weniger häufig, Garderoben, Helpdesks, Nahrungsmittel, Steckdosen und Sitzgelegenheiten (außerhalb eines Hörsaals) gibt es oft nur an einer einzigen Stelle.

Für mich war 2015 mein zweiter Fosdem Besuch. Angekommen am Freitag Mittag besuchte ich am Freitag Abend mit Freunden die Pre-FOSDEM-Party im Bierlokal Delirium wo es sehr viele belgische Biersorten zu probieren gab, und außerdem das Friteland, einen Pommes-Frites Stand mit Portionen groß wie Schultüten.

Fosdem Bruxelles 2015

Friteland (Brüssel/Börse)

Vorträge

In den insgesamt zwei Fosdem Tagen schaffte ich es nur einen einzigen Vortrag (von über 400) bewusst anzuschauen , der war dafür wirklich gut: Ein Vortrag über FreeCAD, ein freies (free/libre/open source) CAD-Programm… mit python. Habe vor mich die nächsten Wochen in FreeCAD einzuarbeiten und kann noch nicht viel aus eigener Erfahrung sagen, aber laut dem Vortrag ist FreeCad eine ideale Ergänzung für meine 3D/Blender-Kurse.

Nach dem Vortrag hatte ich Gelegenheit mich mit dem Vortragenden aus Brasilien direkt zu unterhalten.

FreeCAD Logo

Bildrechte: freecadweb.org

Ich verzichtete darauf andere Vorträge zu besuchen, aus mehreren Gründen:

  • Alle FOSDEM Vorträge werden ins Internet gestellt, zusätzlich mit einem kurzen, lesenswerten Interviews in welchen der Vortrag kurz erklärt wird - sehr empfehlenswert!
  • Die Vortragssääle waren zum Teil sehr klein und überfüllt, mit langen Warteschlangen davor
  • Ich war damit beschäftigt, Interviews (mit Kamera und Mikrophon) zu machen (siehe unten).
  • Ich wollte die Gelegenheit nutzen mit interessanten Leuten ins Gespräch zu kommen und Konakte zu knüpfen.

Fosdem Bruxelles 2015

Bildrechte: Bernd Schlapsi, cc-by-sa

Wie bei allen Linuxkonferenzen übten die zahlreichen Ausstellertische eine starke Anziehungskraft auf mich aus: Im Gegensatz zu Vorträgen konnte ich hier Unterhaltungen führen, nachfragen und mir etwas mehrmals erklären lassen und umstandslos zum nächsten Tisch wandern sobald ich mich langweilte. Außerdem konnte ich mich bei diesen Python-Stoffschlangen nicht zurückhalten und musste mir eine kaufen.

Fosdem Python Snake

gekauft: Python-Stoffschlagne
Bildrechte: Horst JENS cc-by-sa

Interviews

Mit Hilfe von Kollegin Malgorzata gelang es mir bei den Community-Tischen einige Video-Interviews zu machen:

Strickmaschine

In diesem Video erklärt die Dame vom Strickmaschinenprojekt http://xxx-clairewilliams-xxx.hotglue.me/ wie ihre Strickmaschine aus den 70er Jahren mittles “gehackt” wurde und was man damit machen kann. (Siehe auch dieses weitere Video auf Youtube):

Mageia Linux Community

Die erfreulichste Geschichte der ganzen Fosdem erzählte mir Marja von der Mageia Linux Coummunity: Aufgrund eines Pfelgefalls in der Familie verlor sie den Kontakt zu sämtlichen Arbeitskollegen und Freunden und war ständig mit der Pflege von Angehörigen beschäftigt. Den einzigen sozialen Kontakt den sie in dieser schwierigen Zeit aufrecht erhalten konnte war jener zur Mageia Community, wo sie sich im Bereich Bugreporting unbezahlt engagierte:

EPFSUG

Schon letztes Jahr hatte ich die Gelegenheit mit Erik K Josefsson zu plaudern, der versucht (u.a.) mit der Organisation EPFSUG (european parlament free software usergroup) bei Mitgliedern des Europäischen Parlaments Bewusstsein für freie (free/libre/open source) Software zu fördern.

Diaspora

Jason Robinson war so nett sich die Zeit zu nehmen mir in aller Ruhe die Funkionsweise der freien, dezentralen Social-Plattform Diaspora zu erklären, obwohl ich den ersten Teil des Interviews aus Versehen gar nicht aufgenommen hatte.

Free Software Foundation Europe

Matthias Kirschner von der FSFE erklärte Bedeutung und Tätigkeit der Free Software Foundation Europe:

Tor Anonymisierung

Moritz Bartl erklärte ausführlich und für Laien verständlich warum es eine gute Idee ist, sich mit dem Tor Anonymisierungsprojekt zu beschäftigen:

Zusammenfassung, Podcast

Insgesamt ist die FOSDEM meiner Erfahrung nach eine Reise wert. Einen ausführlichen Bericht über die Fosdem 2015 (inkl. Tageszusammenfassung meiner mitreisenden Kollegen) gibt es im Biertaucherpodcast Folge 191 zu hören. Meine Erkenntnisse:

  • Die Fosdem ist eine Reise wert!
  • Schlafgelegenheit sollte man idealerweise so aussuchen dass man ohne Umsteigen zur Universitas libre fahren kann (Straßenbahn)
  • Das wichtigste Kleidungsstück beim herumwandern auf der Fosdem ist ein Rucksack, in welchem man Narungsmittel, Wasser und eine Jacke mitführen kann (zwischen den Unigebäuden war es kalt und windig)
  • Essen: Auf dem Fosdem-Gelände gibt es eine Uni-Mensa, ein Buffet, kleinere Verkaufsbuden sowie Getränkeautomaten. Wesentlich gemütlicher ist es ca. 5 Minuten in Richtung Stadtzentrum zu gehen wo es diverse Kleinsupermärkte und kleine Restaurants gibt.
  • Ausruhen: In den beiden großen Hörsäälen gab es immer genügend Sitzplätze, Zuschauer mit Bier und Jause waren keine Seltenheit.
/var/www/horst/spielend-programmieren.at/data/pages/de/blog/2015/0206_fosdem2015.txt · Last modified: 2017/10/12 09:40 (external edit)