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de:blog:2010:0427_linuxtag_krems_2010

Title: Linuxtag Krems 2010 Date: 2010-04-27 11:11 Tags: report, event Slug: 20100427 Googleadsense: True Summary: batch imported old blogposting

Linuxtag 2010 Krems

Donau Universität Krems Gestern fand der Linuxtag 2010 in Krems statt. Genauer gesagt in der Donau-Universität Krems im Stadtteil httpde.wikipedia.org/wiki/Stein_an_der_Donau, gleich vis-a-vis der Justitzanstalt und recht nahe am Karikaturmuseum. Ich kam um 14:00 an, gerade rechtzeitig zum Vortrag von Helmut Peer und Matthias Praunegger über ihr Desktop (& Server) for Education-Projekt Projekt. Obwohl der Linuxtag Krems deutlich kleiner ist als z.B. der Linuxtag Graz kam ich -wie auch am Samstag- nur dazu mir einen einzigen Vortrag anzuhören - die übrige Zeit verging wie im Flug mit Gesprächen an den Projekt-Infotischen in der Vorhalle des Audimax. Laut Aussage von Aktivisten die den ganzen Tag vor Ort war hatte der Kremser Linuxtag schon am Vormittag ab 9:00 (ein Dienstag) reges Publikumsinteresse erzeugt. Am Nachmittag war der Besuch eher spärlich, was mir aber ganz gut passte: So konnte ich ungestört mit Linuxleuten reden und Interviews machen. Nach Krems fuhr ich aus einem ganz bestimmten Grund: Ich wollte mit Rene Schwarzinger vom Linux Advanced Projekt reden, den ich schon letztes Jahr in Wien auf den Linuxwochen gehört hatte. Sowohl Helmut Peer vom Desktop for Education Projekt als auch Rene Schwarzinger und Klaus Misof vom Linux Advanced Projekt arbeiten als Lehrer und unterrichten Informatik an österreichischen Gymnasien. Beide Projekte sind eine Linux-Distribution die sich vom Usb-Stick booten lässt und für den Einsatz im Unterricht sowie bei den Schülern zu Hause gedacht ist. Neben den vielen Gemeinsamkeiten dieser Projekte konnte ich mir erstmals ein Bild über die Unterschiede zwischen den Projekten machen: ==== Linux Advanced vs. Desktop f. Education ==== Linux Advanced Bild Sehr gefallen hat mir der Update-Mechanismus bei Linux-Advanced: Der Schüler bootet sein System vom USB-Stick und kann auf die bei Debian üblichen Update - Mechanismen für Software zugreifen (z.B. Synaptic). Da die dazu-installierte Software nicht auf dem USB-Stick gespeichert wird (sondern im RAM?) ist sie beim nächsten Mal booten nicht mehr da, das System befindet sich wieder im Ausgangszustand (die persönlichen Daten und Dokumente werden auf einer Datenpartition gespeichert und bleiben erhalten). Dies hat den Vorteil das die Schüler mit dem installieren und de-installieren experimentieren können, ohne sich das System kaputt-installieren zu können. Soll ein Softwarepaket dauerhaft dazu-installiert werden kann der Schüler manuell einen “Snapshot” anfertigen vom aktuellen Zustand der beim nächsten Mal booten automatisch geladen wird. Artikel im freien Magazin über Linux Advanced: http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2010-04.html#10_04_linuxadvanced Bild Bei Helmut Peer's Vortrag über Desktop for Education zeigte sich das man auch nach vielen Jahren Linuxerfahrung nie auslernt: Bei den vorgestellten Applikationen entdeckte ich ein Noten-Programm (Note Edit?)das mich an den alten “Music-Shop” für den Commodore 64 erinnert ! Außerdem gefiel mir daß es einzelne vorsortierte installationspaktete gibt für Volksschule, Gymnasium, technische Schule. Am meisten “Hirnschalz” floss offensichtlich in die vorkonfigurierten Server beim Server-for-Education: Eine Schülerliste, einmal über ein eigenes Tool angelegt oder als CSV-File importiert, ergibt gleich die richtigen Berechtigungen für den vorkonfigurierten Fileserver, für Moodle und für Apache (zum Homepage erstellen). Wow ! Mitgeliefert wird auch gleich ein mp3-Server: Ein Sprachlehrer z.B. kann sein Notebook anschließen mp3-Files auf den Server kopieren und die Schüler können diese Files im Unterricht oder zu Hause (als Hausübung) über das Internet vom Server beziehen und anhören. Spontan habe ich mich gefragt wie die österreichische Schulwirklichkeit aussieht.. wahrscheinlich gibts immer noch das “Medienwagerl” mit dem Kasettenrecoder / CD-Player welches die Lehrkraft aus dem “Medienkammerl” holen muss und polternd in die Klasse rollt, abstaubt, aufbaut und dann 10 Minuten etwas vorspielt um dann wieder alles einzupacken, wegzurollen etc.<html></WRAP></html> <html>

</html> ^Eigenschaft ^Desktop (& Server) for Education-Projekt ^Linux Advanced ^ |Vertrieb: |USB-Stick (10€), DVD-Box (gratis), Download |USB-Stick (wird in Schule bespielt), Download | |ideales Einsatzgebiet:|Schule mit vernetzten PC's, \ Schulserver (Fileserver) und Clients für Schüler|Schule mit “leeren” PC's (kein OS) | |basiert auf: |Open-Suse |Debian Sid1)| |Besonderheiten: |gleiche DVD ermöglicht Server \ oder Client Installation |kein Unterschied zwischen \ Schüler- und Lehrer PC | |::: |2 (Client) bzw. 4 (Server) Fragen, \ danach automatische Installation |Schüler klonen sich ihre \ USB-Sticks selbstständig | === Gemeinsamkeiten === * Vielzahl von Open Source Applikationen * Beide Systeme arbeiten zusammen mit bestehenden Windows Installationen. * Beide Systeme lassen sich per USB-Stick oder DVD im “live”-Betrieb booten, wie von httpde.wikipedia.org/wiki/knoppix bekannt.

Beide Lehrer lassen ihre Erstklässler (10 Jährige) in den ersten Wochen das 10-Finger System üben um die Tastatur zu beherrschen. Laut Rene (siehe Interview) können die Schüler nach 8 Wochen ausreichend genau Maschinschreiben.

Ähnliche Projekte:

Interviews

Gerlinde von Open-Source Press Verlag München Da ich leider zu aufgeregt und zu faul war, das Mirkofonkabel aus meinem Rucksack hervorzukramen und an meinen Interview-partnern zu befestigen sind die Interviews voll mit störenden “Ahhhs”, “Mmm-hmmm-ss” und “Ja” - Geräuschen meinerseits - ich bitte um Entschuldigung. Wird nicht wieder vorkommen. Außerdem suche ich ein leicht transportierbares Stativ mit einer Klammer um mein N-900 Handy drauf zu zwicken, ohne den Touchscreen zu beschädigen - leider hat das N900 kein Stativgewinde.

Das Interview mit Rene ist übrigens der 2. Versuch - ein sehr langes Interview mit ihm und seinem Kollegen Klaus wurde nicht gespeichert da -peinlich, peinlich- mein Linux-Handy am Ende des Interviews “einfror” und neu gestartet werden musste. Zum Glück hat wirklich niemand der Anwesenden Bemerkungen à la “Randgruppen - Betriebssystem” fallen lassen :-D

Gerlinde Regensburger vom Open-Source Press Verlag München hat mich zusätzlich zum Interview mit wertvollen Erkenntnissen über die EDV-Buchbranche versorgt. Dafür dass sie vor dem Interview sehr nervös war hat sie sich im Interview so sourverän geschlagen dass mir die Fragen ausgegangen sind… Respekt.

Videos

Youtube-Playlist: http://www.youtube.com/view_play_list?p=98E65BEAA49C9E03

youtube>dTvw-tbI8XY

Gerlinde Regensburger von Open Source Press München

youtube>qmmAf6SG2l4 Rene Schwarzinger von Linux Advanced (Teil 1 von 2)

youtube>zBKwGACeuW0 Rene Schwarzinger von Linux Advanced (Teil 2 von 2)

Eine Übersicht über weitere Videos gibt es auf der Seite Videos

Fotos

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Linuxtag Graz 2010 von Horst JENS steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz.
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Über diese Lizenz hinausgehende Erlaubnisse können Sie unter http://www.pythongamebook.com erhalten. \ Das bedeutet Sie können auch für kommerzielle Zwecke verwendet werden solange Horst JENS, Firma www.spielend-programmieren.at als Quelle angegeben wird.

1)
Ubuntu erwies sich in den letzten Versionen als ungeeignet
/var/www/horst/spielend-programmieren.at/data/pages/de/blog/2010/0427_linuxtag_krems_2010.txt · Last modified: 2017/10/12 09:40 (external edit)