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de:blog:2009:1120_regional_versus_global

Title: Währung und Verkehrssysteme Date: 2009-11-20 11:11 Tags: politik Slug: 20091120 Summary: batch imported old blogposting

regional versus global: Währung und Verkehrssysteme

Regionalwährung

Vom Linux-Wochenende im Wiener Metalab ist mir vor allem Dr. Ralf Schlatterbeck's Vortrag über Regionalwährungen in Erinnerung geblieben:

Ein bewegender Vortrag über Bug's im bestehenden Wärhungssystem und verschiedene historische und aktuelle regionale Währungssysteme, vom Tauschring bis zu Zweit- oder Ersatzwährungen wie z.B. den httpde.wikipedia.org/wiki/Chiemgauer oder das historische Geldexperiment in Wörgl. Ralf's Hauptkritipkupunkt (soweit ich mich korrekt erinnere) an bestehenden nationalen Wärhungen war das staatliche (bzw EU-weite) Monopol auf die Währungsausgabe, siehe dazu auch das von der österr. Nationalbank unter angedrohtem Militäreinsatz erzwungene Ende des Geldexperiments von Wörgl 1933. Er plädiert daher für ein offenes, transparentes Geldsystem, welches nicht Eigentum einer Nationalbank ist sondern ähnlich wie Open-Source Software niemandem bzw. allen “gehört” → http://openmoney.org/ ==== Verkehrssysteme ==== Zur Zeit lese ich das Buch Virus Auto von Hermann Konflacher. Der bekannte Verkehrsexperte argumentiert in diesem Buch für eine weniger auf das Auto un mehr auf den Menschen zentrierte Gesellschaft bzw. Verkehrsplanung. Leider ist sein Buch weniger witzig als als seine exzellenten Vorträge und daher etwas niederschmetternd zu lesen… ich habe erst 3/4 vom Buch gelesen und freue mich auf die Positivbeispiele gelungener Verkehrsplanung am Ende des Buches - bis jetzt lese ich nur warum die herkömmliche, autozentrierte Verkehrsplanung schlecht ist. Mehrmals betont Herr Prof. Konflacher in seinem Buch das regionales, städtisches Wirtschaftsleben an eine langsame (Fußgänger-) Geschwindigkeit gekoppelt ist und verödet wenn die Verkehrsgeschwindigkeit mittels Autobahnen erhöht wird. Laut seiner Argumentation enstand Wirtschaftsleben dort wo Benutzer alter Handelswege gezwungen waren eine Pause einzulegen, z.B. bei Flussfurten, vor Alpenübergängen etc. und aufgrund dieser Zwangspause Zeit hatten mit den Menschen der Region Handel zu treiben, Dienstleistungen zu kaufen etc. Dazu fällt mir die Geschichte vom Loch in einer afrikanischen Straße ein, welche für ein lokales Wirtschaftswunder sorgt: zitiert aus http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-15027917.html //

OPTIMISTISCHE TRAGÖDIE: Ein Dauerstau vor einem Loch in der Straße zur nigerianischen Stadt Onitsha verwandelt einen verschlafenen Ort in ein pulsierendes Geschäftszentrum: Lastträger, Mechaniker, Schneider, Schuster, Friseure und Kräuterdoktoren bieten ihre Dienste an. Frauen errichten Garküchen, Anwohner vermieten “Hotel”-Zimmer. In eindringlichen Episoden beschreibt Ryszard Kapuscinski, 65, dass Afrika durchaus kein Kontinent von apathischen Hungerleidern ist. Der Reporter aus Polen erlebte Staatsgründungen, Putsche und Bürgerkriegsmassaker - aber darüber ist er nicht zum Afro-Pessimisten geworden, sondern liefert eine Sammlung höchst lesenswerter Texte.

Ryszard Kapuscinski: “Afrikanisches Fieber”. Aus dem Polnischen von Martin Pollack. Eichborn Verlag, Frankfurt/M.; 324 Seiten; 49,50 Mark. %

Zusammenhang ?

Jetzt warte ich darauf das jemand beide Ideen zusammenführt: regionale (Zweit-)währung und regionale, fußgängerfreundliche Verkehrskonzepte. Ich würde sofort mitmachen und für meine Computerkurse Öffi-Fahrscheine als Zahlungsmittel akzeptieren - sobald dafür ein Verkaufsmarkt besteht, ich bin Jahreskartenbesitzer.

/var/www/horst/spielend-programmieren.at/data/pages/de/blog/2009/1120_regional_versus_global.txt · Last modified: 2017/10/12 09:39 (external edit)